Religulous
Veröffentlicht von kimme

Vor einigen Tagen wies mich ein Freund auf Bill Maher’s Film “Religulous” hin. Da ich schon die Michael Moore Filme mag, kommt mir der zynisch, herablassende Mahers gerade Recht. Er würzt seine Filme mit der bodenlosen Frechheit und Arroganz, die mir bei Bowling For Columbine einfach gefehlt hat.
Man könnte meinen gute Journalisten könnten vom BILD-Populismus Abstand nehmen. Aber so sehr ich Mahers Arbeit mag, eckt sein Schachbrett-Denken bei mir an. Sicherlich – Religulous weiß zu unterhalten, das liegt aber zunächst mal an den Protagonisten des Films, die ich zwischenzeitlich für entlohnte Darsteller gehalten habe. Denn zum Teil werden dort Worte verloren, die so einfach nicht ernst gemeint sein können.
Ich denke trotz der enormen Subjektivität der “Dokumentation” wird relativ authentisch deutlich, an welch religiösem Wahnsinn diese Welt erkrankt ist. Mahers Einwürfe widersprechen sich leider im Laufe des Films. So äußert er lächelnd, dass er für den “Zweifel” ins Feld ziehe, am Ende des Films jedoch, schländert er monumental auf dem Ölberg entlang, während er heroisch seinen Aufruf zur Antireligion kund tut. Das schadet seiner Authenzität enorm und raubt dem Film innerhalb der letzten Minuten seinen sarkastischen Charm, was ich ziemlich schade finde.
Die Herangehensweise ist in sofern aber legitim, wenn man dieses Werk als Unterhaltungsprodukt versteht. Mahers und seine zum Großteil naiv, unbeholfenen Gesrpächspartner offenbaren keine neue Sichtweise der Dinge, aber jede Menge guter Gags, die auch in ein paar Monaten noch für herzhafte Lacher meinerseits sorgen werden.
Beach Boys – Feel Flows
Veröffentlicht von kimme
Manchmal kann ich nicht einschlafen, weil mir so viele Dinge durch den Kopf gehen. So, wie heute Abend. Dann lege ich gerne irgendwas softes auf und schwelge in Melancholie. Da ich die entsprechende Platte nicht, aber Bock auf den Song habe, bietet sich YouTube an.
Heute Abend, gerade in diesem Fall trifft es die Beach Boys. Während der ersten paar Zeilen spielen sich in meinem Hirn all zu schöne Szenen ab, vllt. geht es euch ja ähnlich.
Schlaft gut.
Zitat des Tages
Veröffentlicht von kimme
“Nichtwissen ist die Sonne in der Masse der Information”
Mathias Richling über die Bildungssituation in Deutschland.
The Beatles – Strawberry Fields Forever
Veröffentlicht von kimme
Das vielleicht beste Musikvideo aller Zeiten. Und gleichzeitig der Beweis dafür, dass die Beatles eine der großartigsten Bands des Planetens waren. Tatsache ist auch, dass diesen Song, millionen “spießiger” (mittlerweile-)CDU-Wähler abfeiern, als wäre es keine Hommage an den Drogenkonsum. Das sind so Momente, in denen ich feststelle, dass die Welt eigentlich ziemlich fantastisch ist.
Guten Abend
Euer Let me take you down, cause I’m going to…
Sind die noch zu retten?
Veröffentlicht von kimme
scheint eine absolut berechtigte Frage zu sein. Werft’ mal einen Blick ins FDP-Forum.
Schonmal was vom kalten Kotzen gehört? Ich glaub mir wird schlecht.
K.
My Name Is Earl
Veröffentlicht von kimme
“Kennen Sie vielleicht auch solche Typen, die immer nur Mist bauen und dann fragen wieso ihr Leben beschissen war? Tja, genau so einer war ich auch. [...] Mein Name ist Earl.”
Seit einiger Zeit bin ich ein großer Serienfan. Nachdem ich u.a. die Prison Break und Scrubs Staffeln durch hatte, war ich auf der Such nach etwas Neuem. Ich hatte zwar jede Menge Empfehlungen von Lost, über How I Met Your Mother zu Big Bang Theory und Dr. House. Aber gute Unterhaltung ist schwer zu finden, und alle von mir angespielten Kandidaten waren nicht mein Fall.
Also habe ich mich mal ein bisschen in die Seriencommunity reingelesen und bin dann auch “My name is Earl” gestoßen.
Der Zuschauer lernt Earl zunächst als kleinkriminellen, aber irgendwie sympathischen Tagedieb kennen. In meiner Vorstellung entstand sofort ein Antiheld, was mit nicht zu letzt der Verdienst von Jason Lee ist, der die Rolle hervorragend spielt. Lee hat mir schon in Almost Famous, Jay und Silent Bob schlagen zurück und Jersey Girl sehr gut gefallen hat.
Nachdem Earl einmal Glück hat und ihm 100.000$ von einem Rubbellos offeriert werden, überfährt ihn ein Auto und das Los geht verloren. Er hat mal irgendwas von “Karma” gehört und mach “diesen Karma” dafür verantwortlich, dass ihn das Pech verfolgt. Resultierend daraus beschließt Earl mit Hilfe seines Bruders Randy und des Motel-Zimmermädchens Catalina eine selbsterstellte Liste abzuarbeiten, um all seine begangenen Fehler wieder zu gut machen.
Klingt lustig? – So ist es. Nicht nur, dass die Serie echt witzig ist, der Soundtrack kann auch so einiges.
My name is Earl besticht ähnlich wie Scrubs durch eine bizarre Komik, die sich zur einen Hälfte auf großartigen Dialogen und zur anderen auf der fantastischen Besetzung gründet.
Alle, die keine Lust auf Scrubs ohne Zach Braff haben, sollten sich den Antihelden Earl mal anschauen.
